Geheime Dimension - Displaced Volume

 Temporäre Raumintervention, 2012

 

Alexander Jöchl beschäftigt sich zunächst mit den räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Das Displaced Volume ist das gebaute Gegenstück zur Wandnische dahinter. Die auf dem Passstück aufgebrachten Buchstaben bezeichnen den Gegenstand als Displaces Volume - als versetzten Körper - und sind Titel zugleich. Der Künstler bedient sich dabei unterschiedlichster Begriffe. Zum einem Displaced: Displaced Person diente gegen Ende des 2. Weltkrieges als Bezeichnung für Personen ohne Staatsangehörigkeit.

 Zum anderen bezeichnet Volumen einen Körper, bezieht sich in Jöchls Arbeit auch auf Musik und Lautstärke. Vor allem vor dem Hintergrund das Musik entgegen ihrer Bestimmung auch als Mittel zur Vertreibung unerwünschter Personen von bestimmten Plätzen und sogar zur Folter eingesetzt wird. Die Arbeit birgt eine immanente politische Dimension, obwohl oder gerade weil sie sich auf den Raum bezieht, in dem sie gezeigt wird.

Kuratorin: Daniela Wageneder-Stelzhammer